Solarstraßen sparen Geld und verdienen zusätzlich etwas dazu.

Deutschland hat ein Straßennetz von insgesamt rund 650.000 Kilometern Länge. Außer für den Straßenverkehr wird diese Fläche kaum genutzt. Das Berliner Unternehmen Solmove hat sich zum Ziel gesetzt dies zu ändern und eine Solarstraße entwickelt. Wie es das Schlagwort Solar schon andeutet, kann diese Straße Strom erzeugen. Außerdem könnte sie noch ein paar andere Vorteile mitbringen.

Neunzig Meter, die die Energiewelt verändern könnten

In der Nähe von Köln befindet sich seit kurzen die Zukunft der Energiebranche. Diese ist 90 Meter lang, 2,40 breit und besteht aus Solarmodulen. Das Startup Solmove aus Berlin und Potsdam hat sich Gedanken darüber gemacht, wie lassen sich die größten Freiflächen Deutschlands sinnvoll nutzen. Auf insgesamt 650.000 Kilometern bewegt sich der Verkehr über Deutschlands Straßen. Außer für diesen Zweck haben diese Betonflächen bislang kaum einen sinnvollen Zweck. Solmove hat sich zum Ziel gesetzt aus diesen Flächen Solarstraßen zu machen, die nicht nur Strom erzeugen können.

Die Zeiten ändern sich

In den nächsten Jahren wird eine Revolution auf dem Gebiet des Energiesektors stattfinden und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen werden Elektroautos immer mehr den Markt erobern. So hat die Deutsche Post AG angekündigt in Zukunft ihre Flotte von 70.000 Fahrzeugen in Zukunft durch Elektroautos zu ersetzen. Andere Unternehmen wollen diesem Beispiel folgen und dazu kommen noch Elektrofahrzeuge, die in privaten Haushalten eingesetzt werden. Gleichzeitig soll aber auch die Energieerzeugung vollständig auf umweltfreundliche Methoden umgestellt werden. Tatsache ist aber auch, dass der vorhandene Platz für Windräder oder Solaranlagen kaum für den benötigten Strombedarf ausreichen wird. An diesem Punkt setzt das Startup Solmove an, indem es neue Flächen für die Produktion von Solarstrom erschließen möchte.

Bereits jetzt lässt sich die Technik sinnvoll nutzen.

Bereits jetzt würde die von Solmove errichtete Teststrecke ausreichen, um vier Häuser mit Strom zu versorgen. Es wären allerdings auch schon andere Einsatzgebiete für die Solarstraße denkbar. So könnten Städte und Kommunen von der Solarstraße in dreierlei Hinsicht profitieren. Erstens könnten Straßenbeleuchtungen durch die Straße mit Strom versorgt werden. Zweitens ließe sich die überschüssig erzeugte Energie in das Stromnetz einspeisen und somit die Finanzen aufbessern. Und drittens lässt sich die Straße beheizen. Dadurch könnte die beheizbare Fahrbahn beim Winterdienst eine Menge Geld sparen. Weitere Möglichkeiten wie man die Solarstraße nutzen könnte wäre das diese den Verkehr intelligent lenken könnten. Damit ließen sich zum Beispiel Informationen wie Staumeldungen oder freie Parkplätze direkt und ohne Umwege von der Straße auf das Fahrzeug übertragen.

Die Kosten sind noch der Knackpunkt

Bislang handelt es sich um eine Teststrecke um die Eigenschaften der Fahrbahn in der Praxis zu prüfen. Moment wären Solarstraßen auch noch deutlich teurer wie eine herkömmliche Straße. Gehen die Module in Serie, könnte der Preis drastisch sinken. Je nach Dauer der Verwendung könnte sich die Straße über die Zeit sogar selbst finanzieren.

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